Donnerstag, 4. April 2013

insonnia infinita

ich stehe am fenster und puste den rauch hinaus auf die straße. kühle, angenehme luft weht mir in's gesicht und lässt mich für einen moment vergessen, dass ich vorhin noch ein paar moccabohnen, die eigentlich für kuchenverzierungen da sind, gegessen habe.
ja, ich weiß, lächerlich, ein paar moccabohnen.. aber ich kann nicht schlafen und es beschäftigt mich dermaßen. ich will heute unbedingt die 56,xx sehen, koste es was es wolle.
ich betrachte sein bild auf meinem handydisplay und werde traurig. was wäre wenn? wenn ich nicht so ein feigling wäre, wenn ich dünner wäre und mich mal was getraut hätte, wenn ich hübsch genug wäre?
dass ich im konjunktiv lebe ist ja nichts neues, aber es wäre ein komplett neues leben möglich gewesen. ich bin alt genug, niemand hätte es mir verbieten können.. hätte, hätte, hätte. morgen sehe ich t. wieder.
dieses flirren in der luft, die blicke, das verschmitzte lachen, die langen abende mit diskussionsstoff, auf die uhr gucken, ups ist ja schon halb sechs morgens, auf's klo gehen, in seinem spiegel alles wieder überschminken, die bitterkeit, die traurigkeit, die hoffnungslosigkeit, das fett. es wurde mir ein jahr mehr geschenkt. er will sich beim zoll bewerben, allerdings erst auf september 2014. das wäre der traum schlechthin. es bleibt noch ein jahr länger alles beim alten. danke, gott.
ein jahr mehr, in dem ich es nicht schaffen werde, alles hinter mich zu bringen, diese welt zu verlassen.
ist das gut? ich ertrage keine veränderungen, bin nicht offen genug dafür, entweder ganz oder gar nicht, aber diese schleichenden veränderungen, schulterzucken, irgendwann musste es ja so kommen, sich einreden dass das eben jetzt die neuen gewohnheiten sind. kann man nichts machen. obwohl mein untergang in schriftform mein linkes schulterblatt ziert. man kann eben nichts dagegen tun.
die nächste philosophische kippe am fenster. wenigstens ist der weg geteert, wenn der tod mit dem fahrrad fährt. cheers leute, ich bin so voll von der leere hier..

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